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Die Geschichte der Wallfahrt zu Levenhagen

Das Dorf Levenhagen, nahe bei Greifswald, ist seit dem Mittelalter als Wallfahrtsort bekannt. Die Entstehung der Wallfahrt ist jedoch weder urkundlich noch durch andere sichere Quellen belegt. Einzig die verschiedenen nachträglich niedergeschriebenen Schriften bieten hierzu Anhaltspunkte: Sie berichten, dass Levenhagen zu einem heiligen Ort wurde, als die Jungfrau Maria bei einem großen Feldstein erschien, welcher an der Stelle der heutigen Kapelle lag. Überlieferungen ist zu entnehmen, dass ein zuerst erstellter hölzerner Bau durch den heutigen Ziegelbau ersetzt worden sein soll.

Berichte bezeugen immer wieder die Wundertätigkeit des Marienbildes, welches es vermochte, Gläubige von Augenleiden und anderen Krankheiten zu heilen.

Offiziell wurde die Kapelle im Jahre 1633 verschlossen, das Marienbild beseitigt und jegliches Pilgern und Opfern untersagt. Jedoch hielt sich die Wallfahrt zur Marienkapelle auch nach der Reformation: Bis ins 18. Jahrhundert brachten Gläubige Gaben in die Kapelle. Im Jahr 1922 wurde die bis dahin verschlossene Kapelle zum Andachtsort für die Gefallenen des 1. Weltkrieges umgestaltet - jedoch wurde die Kapelle nach dem zweiten Weltkrieg erneut für Besucher geschlossen und diente danach lediglich als Abstellraum.

Knapp 60 Jahre später wurde die Marienkapelle "wiederentdeckt" und erneut restauriert.

Die Kapelle zu Levenhagen soll somit erneut ihre ursprüngliche Bedeutung erhalten: Ein stiller Ort zur Ehre Marias, an dem Menschen einkehren und gesegnet werden.

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